Das Einwalzen-Überwurf-System

Die Weiterentwicklung der Kehrmaschine

Die zahlreichen Unzulänglichkeiten des Kehrschaufelprinzips machten eine Verbesserung unumgänglich. So wurde das Einwalzen-Überwurf-Prinzip – vor allem für größere Kehrmaschinen – entwickelt, um diese Schwierigkeiten auszugleichen.

Die Weiterentwicklung in der Kehrtechnik-Welt öffnete die Tore zur Zukunft der effizienten Reinigung, war aber noch lange nicht der Weisheit letzter Schluss.

Die Problematik des Einwalzen-Überwurf-Prinzips

In Fahrtrichtung vorne liegend kehrt die gegen den Uhrzeigersinn rotierende Bürstenwalze den Unrat, der die Gummilippe (Problembereich I) passiert hat, über Kopf in den hinten liegenden Schmutzbehälter. Dadurch wird dieser von oben gefüllt, was das effektiv nutzbare Volumen deutlich erhöht, jedoch nicht alle Problem behebt.

Problembereich I

Nach wie vor ist eine Gummischürze erforderlich, um den Kehrraum nach vorne abzuschließen, und dort ein Herausschleudern des Unrates zu vermeiden.

Dadurch werden wie beim Einwalzen-Kehrschaufelprinzip leichtere Teile vor der Gummischürze hergeschoben und können nicht von der Kehrmaschine aufgenommen werden.

 

Problembereich II

Wenn die Walzenbürste durch Abnutzung einen reduzierten Durchmesser aufweist, berührt sie den Besentunnel im oberen, rechten Viertel nicht mehr, was den Schmutztransport unmöglich macht. Die maximale Größe des aufzunehmenden Kehrgutes wird durch einen Zielkonflikt bestimmt:

Einerseits benötigt die Schürze eine gewisse Stabilität und dadurch geringe Höhe, damit der gegen sie geschleuderte Schmutz nicht wieder vorne aus der Maschine austritt, andererseits ist eine große Höhe der Gummischürze wünschenswert, damit größere Partikel unter ihr hindurchpassen.